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Brummi-Bußgeld: 30.000 Euro

Das ist ein Brummer-Bußgeld für ein internationales Brummi-Gespann: Lkw-Fahrer und -Unternehmer müssen jeweils mit Bußgeldern bis zu 15000 Euro rechnen.

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna hat bei einer Lkw-Kontrolle in Unna einen Sattelzug einer slowakischen Spedition überprüft. Die Spedition hatte eine deutsche Zugmaschine gemietet, die einen bulgarischen Anhänger zog. Der türkische Fahrer transportierte Kühlwaren von Großbritannien nach Deutschland. Solche „internationalen“ Transporte sind mittlerweile durchaus üblich. Die Verständigung mit dem Fahrer gestaltet sich dabei oftmals schwierig, da weder Deutsch noch Englisch gesprochen wird. Bei dieser Kontrolle wurde der Fahrer jetzt für drei Tage aus dem Verkehr gezogen. Er hatte gegen alle Vorschriften über die Lenk-und Ruhezeiten verstoßen, die überhaupt möglich sind. Die Kontrolle seiner Tätigkeiten der letzten vier Wochen ergab 17 Unterschreitungen der Ruhezeiten und neun  Überschreitungen der zulässigen Tageslenkzeiten. Als der Fahrer in Unna überprüft wurde, war er Fahrer bereits an elf  Tagen in Folge unterwegs. Spätestens nach sechs Tagen hätte er eine Wochenruhezeit von 45 Stunden und zusätzlich noch einen Ausgleich für eine frühere Ruhezeit einlegen müssen. Diese Pause muss er jetzt nachholen. Seine Fahrerkarte hatte der Fahrer übrigens nicht benutzt. Es stellte sich heraus, dass die Fahrten auch in der Vergangenheit immer mal wieder ohne Fahrerkarte vorgenommen wurden, wenn eigentlich eine Pause vorgeschrieben war. Der Fahrer war zudem weder im Besitz einer Fahrer-Bescheinigung, die als Arbeitserlaubnis für die Europäische Union gilt, noch hatte er einen Nachweis über die erforderliche Berufskraftfahrer-Qualifikation. Fahrer und Unternehmer müssen jeweils mit Bußgeldern bis zu 15000 Euro rechnen.

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