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Aus dem Urlaub zum Guru

Vorgestern kannten sie den Gründerpreis NRW nicht einmal, 2016 bekamen sie ihn und heute stehen Daniel Krahn und Daniel Marx, Gründer und Geschäftsführer des überaus erfolgreichen Urlaubs- und Buchungsportals „Urlaubsguru.de“, Pate für den mit 60.000 Euro dotierten NRW-Gründerpreis. Grund genug für NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, seinen Urlaub zu unterbrechen. Und um schlussendlich zu staunen, wie man binnen kurzer Zeit ohne Fremdkapital aus einer Urlaubs-Laune ein perfektes Start-up mit aktuell knapp 180 Angestellten im Dienste des Urlaubs rund um den Globus technisch und geschäftlich entwickeln kann. „Ich bin fasziniert“, diktierte der NRW-Minister in die Federn und Mikrofone der Journalisten.

Zum Gründerpreis NRW sagte Minister Pinkwart: „Wir wollen Gründerinnen und Gründer ermutigen, Nordrhein-Westfalen als Digitalland mitzugestalten. Der Preis soll dazu ein Ansporn sein und gleichzeitig zeigen, wie vielseitig und kreativ die Start-up-Szene in unserem Land ist.“ Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, betonte: „Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen ist es unsere Aufgabe, dass keine gute Idee an der Finanzierung scheitert. Denn so können wir Innovationen in unserem Bundesland voranbringen. Mit dem Gründerpreis NRW geben wir diesen Ideen zusätzlich eine Bühne.“ In der diesjährigen Ausschreibung hat die NRW.BANK die Preisgelder noch einmal deutlich erhöht: 60.000 Euro werden unter den besten drei Unternehmen aufgeteilt.

Für Urlaubsguru hat der Preis nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem Bestätigung für die geleistete Arbeit bedeutet, so Daniel Krahn: „Natürlich haben wir uns über das Preisgeld gefreut. Aber er war für uns in erster Linie eine Belohnung für das gesamte Team, das jeden Tag unseren Erfolg erst möglich macht.“ Für das Team, das als Belohnung für seinen Erfolg im Herbst mit knapp 160 Urlaubsgurus auf Firmenkosten nach Las Vegas fliegt.

Staunende Gesichter im Forum der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien, die auch kritische Töne am Rande des Ministerbesuches wahrnahmen. Zum Beispiel zur Infrastruktur des Firmensitzes im ECO-Port Holzwickede am Flughafen Dortmund. Weil die Anbindung des Gebietes an den Bahnhof Holzwickede und Dortmund nur mangelhaft ist, werfen Unternehmen zusammen und leisten sich Taxen für die Mitarbeiter. Wer darauf angewiesen ist, Schnäppchen im weltweiten Netz für User weltweit möglichst schnell zu finden, kann keine Brieftauben verschicken, sondern ist auf ein möglichst schnell funktionierendes Netz angewiesen. Und nicht zuletzt wollen Daniel Marx und Daniel Krahn ein Prima-Klima im Betrieb. Haben bereits Gymnastik- und Chill- und Schulungsräume, Küche und Café geschaffen, stoßen mit ihrer Bereitschaft für ein gutes Raumklima in den Büroetagen am Flughafen allerdings an Grenzen. Kurzum: Der Urlaubsguru sucht zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Unna nach einem neuen Standort.


Zum GRÜNDERPREIS NRW
Mit dem Preis richten sich das Wirtschaftsministerium und die NRW.BANK an erfolgreiche Jungunternehmerinnen und -unternehmer, die zwischen 2012 und 2015 in Nordrhein-Westfalen gegründet haben. Der GRÜNDERPREIS NRW wird am 22. November 2017 in Düsseldorf verliehen. Die Preisgelder in Höhe von 60.000 Euro stiftet erneut die NRW.BANK (1. Platz: 30.000 Euro, 2. Platz: 20.000 Euro, 3. Platz: 10.000 Euro). Auch Unternehmensnachfolgen, Gründungen aus der Arbeitslosigkeit oder von Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrern sind ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen, egal ob Voll- oder Nebenerwerbsgründungen. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen nicht mehr als 250 Beschäftigte haben und höchstens 50 Millionen Euro im Jahr umsetzen. Die Sieger ermittelt eine Fachjury. Ausschlaggebend für die Bewertung sind der wirtschaftliche Erfolg und die Kreativität der Geschäftsidee. Daneben berücksichtigt die Jury auch die Unternehmensphilosophie, etwa Ansätze zur Familienfreundlichkeit, zum Klimaschutz und zum gesellschaftlichen Engagement.

Über die NRW.BANK
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

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