Allgemein
Alarm am Stauende

Schwere Lkw-Unfälle gehören wieder zum Alltag in und vor allem um Unna herum. Einmal mehr krachte auf der A 1 Richtung Bremen ein Lkw auf ein Stauende und schob andere vor sich her und aufeinander. Vollsperrung, Stau, das gewohnte Szenarium. Damit nicht genug: Schaulustig sorgen auf der Gegenfahrbahn für den nächsten Stau.

Rückblende, 4. Januar: Verkehrsbedingt müssen die Fahrer ihr Gefährt zwischen Kamen und Unna abbremsen, so auch ein 29-Jähriger aus Hamm mit seinem Lkw auf der rechten Fahrspur, ein dahinter fahrender 42-Jähriger aus Lippetal mit seinem Gefahrgut-Transporter sowie ein wiederum dahinter befindlicher 25-Jähriger aus Hemmersheim (Mittelfranken) mit einem unbeladenen Silo-Gülletransporter. Eine 45-jährige Lkw-Fahrerin aus Italien bemerkt dies offenbar aus bislang ungeklärter Ursache zu spät und fährt auf das Fahrzeug des 25-Jährigen auf. Dadurch wurden alle Lkw aufeinander geschoben. Die 45-Jährige wird in ihrem Führerhaus eingeklemmt und muss durch Kräfte der Feuerwehr befreit werden. Ein Rettungshubschrauber bringt sie mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Der 42-Jährige wird mit schweren Verletzungen, der 25-Jährige sowie sein Beifahrer (26 aus Gollhofen, Mittelfranken) mit leichten Verletzungen ebenfalls in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sachschaden zirka 110.000 Euro.

Vollsperrung und Stau

Vier Tage später, gegenüber auf der Fahrbahn (Bild): Die A 1 wird in Fahrtrichtung Münster gesperrt, nichts geht mehr zwischen den Anschlussstellen Unna und Kamen-Zentrum, im Kreuz sperrt die Polizei die Zufahrten. Grund einmal mehr ein Auffahrunfall an einem Stauende: Beteiligt drei Lkw sowie ein Kleintransporter, vier Personen sind verletzt und werden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Rettungshubschrauber ist im Einsatz. Ersten Zeugenaussagen zufolge hatte sich der Verkehr an der Unfallstelle gestaut. Ein 37-jähriger Mann aus Beckum bemerkte dies und bremste seinen Lkw ab. Ebenso ein darauf folgender 60-Jähriger aus Lüdenscheid mit seinem Kleintransporter und ein wiederum dahinter fahrender 40-Jähriger aus Horstmar mit seinem Sattelzug. Alle drei waren auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. Ein 44-jähriger Rumäne bemerkte das Abbremsen offenbar aus bislang ungeklärter Ursache zu spät, fuhr auf das Gespann des 40-Jährigen auf und schob alle Fahrzeuge aufeinander. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 40.000 Euro.

 

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Beitrag abgegeben!
Hinterlasse einen Kommentar