Polizei
24 Tonnen Döner vergammelt

Eigentlich wollen die Polizeibeamte auf der A 44 einen Sattelzug nur deshalb kontrollieren, weil er trotz Sonntag-Fahrverbot unterwegs war, doch am Ende entdeckten die Beamten mehrere fragwürdige Dinge – unter anderem ungekühltes Dönerfleisch.

Der 59-jährige Fahrer aus Lünen war mit seinem Sattelzug in Richtung Dortmund unterwegs und hatte 24 Tonnen Dönerfleisch geladen. Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz „Völlinghauser Flur“ hörten die Polizisten zunächst deutliche Betriebsgeräusche des Kühlaggregats. Dass dieses augenscheinlich nicht funktionierte, offenbarte eine Temperaturmessung vor Ort: Obwohl am Gerät minus 19 Grad Celsius eingestellt waren, betrug die Ladungstemperatur knapp sechs Grad Celsius. Viel zu warm für die Tiefkühlware. Auf Nachfrage gab der Fahrer in einer ersten Einlassung an, dass ihm der Defekt bekannt sei. Sein Chef würde die Ware später wieder einfrieren. In der Folge wurde das Fahrzeug durch Mitarbeiter des Veterinärdienstes des Kreises Soest verplombt. Zur genauen Prüfung und Entsorgung der Ware wurde der Fall an den Kreis Unna übergeben. Zu allem Überfluss hatte der 59-jährige Fahrer mit knapp 13 Stunden die zulässige Lenkzeit deutlich überschritten. Entsprechende Anzeigen folgten. Der Warenwert des unsachgemäß transportierten Fleisches lag bei knapp 43.000 Euro.

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